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Zu Beginn
Als Reiseziel für unseren diesjährigen Sommerurlaub wählen wir den südlichen Gardasee, die Toskana und die Maremma im westlichen Mittelitalien. Der bisherige Frühsommer war in Deutschland total verregnet und sonnenarm. Deshalb bietet sich für unserer nächste Reise der Süden als Reiseziel an. Die Toskana und das westliche Mittelitalien haben wir zuletzt mit unserem VW-Bus vor ca. 15 Jahren bereist. Die Anreise über Überlingen und den Reschenpass sowie die Rückreise über Bad Wörishofen wählen wir deshalb, weil Helmut dort jeweils weitere Ausbildungsabschnitte in Qi Gong und Taichi belegt.

Reisebeschreibung
Reisebeginn: Dienstag 18.06.2013
Reiseende: Montag 15.07.2013
Übernachtungen: 27
gefahrene Kilometer: 2.472 km

Literaturempfehlung
• Reisemobil Bord-Atlas Deutschland und Europa 2013, 24,90 Euro,
• WOMO-Reihe, Mit dem Wohnmobil durch die Toskana und nach Elba, Band 8, Ralf Gréus, ISBN 978-3-86903-082-1 19,90 Euro,
• LandYachting Wohnmobil-Bildreiseführer Italien – Alpen – Adria Band 1, ISBN 978-3-943887-00-6, 26,90 Euro, www.landyachting.de

Tagesetappe 1:
Dienstag, 18.06.2013 von Rednitzhembach nach Aulendorf (Kartenausschnitt)
Tageskilometer: insgesamt: 265 km
Übernachtung: auf Wohnmobilstellplatz: Carthago Reisemobilbau GmbH, Carthago Ring 1 (Unterrauhen), 88326 Aulendorf, GPS: N 47°56'17,0" E 09°39'12,6"
Anzahl Übernachtungen: 1
Kosten: keine
Nebenkosten: keine
Gesamtkosten für eine Übernachtung: keine

Der Urlaub beginnt im neuen Carthagowerk „Carthago City“ in der Schwäbischen Bäderstadt Aulendorf

Wir beginnen unsere Reise am Dienstagabend. Das erste Reiseziel ist die Stadt Aulendorf. In Aulendorf befindet sich das neue Werk „Carthago City“ der Carthago Reisemobilbau GmbH. Dort habe wir am Mittwochmorgen einen Termin, um die Dichtigkeits- und Gasprüfung durchführen zu lassen. Deshalb übernachten wir auf dem Wohnmobilstellplatz der Carthago Reisemobilbau GmbH, Carthago Ring 1 (Unterrauhen), 88326 Aulendorf. Der Stellplatz ist kostenlos und verfügt über eine Ver- und Entsorgungsstation sowie über Stromanschlüsse. Pünktlich um 07.30 Uhr geben wir unser Wohnmobil im Servicecenter der Firma Carthago ab. Bis zur Fertigstellung der Servicearbeiten am Nachmittag haben wir Zeit, Aulendorf und die nähere Umgebung mit unseren Fahrrädern näher kennen zu lernen.


Wohnmobilstellplatz Carthago City in Aulendorf

Im Reisemobil Bord-Atlas 2013 ist in der Gutscheinaktion auch das Hotel Arthus/Ritterkeller, Radgasse 1, in 88326 Aulendorf aufgeführt. Am Ritterkeller befinden sich zwei Stellplätze für Wohnmobile bis 8 m Länge. Bei der Einlösung des Gutscheins erhält die zweite Person ein Frühstück im Wert von 9,80 Euro kostenlos. Wir haben uns zum Frühstücksbuffet angemeldet und fahren mit unseren E-Bikes bei herrlichem Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen vom Carthago-Werk im Ortsteil Unterrauhen in die 3 km entfernte Innenstadt von Aulendorf zum Hotel Arthus/Ritterkeller. Dort frühstücken wir ausgiebig und genießen das großzügige, wohlschmeckende und vielseitige Frühstückbuffet. Trotz Gutschein aus dem aktuellen Reisemobil Bord-Atlas 2013 müssen wir für das zweite Frühstück zwei Euro aufzahlen, da sich der Preis für das Frühstückbuffet inzwischen auf 11,80 Euro erhöht hat. Der Preis für das angebotene Frühstücksbuffet ist nach unserer Einschätzung auch nach der Preiserhöhung noch angemessen. Nicht in Ordnung finden wir allerdings die Aufzahlung auf den Gutschein für ein Frühstück aus dem aktuellen Reisemobil Bord-Atlas 2013.


Hotel Arthus/Rittelkeller in Aulendorf

Nach dem ausgezeichneten Frühstück entscheiden wir uns für einen kleinen Stadtrundgang durch Aulendorf. Aulendorf befindet sich an der schwäbischen Bäderstraße und wurde im 10. Jahrhundert erstmals urkundlich erwähnt. Im Schloss Aulendorf, dem Wahrzeichen der Stadt, regierten ursprünglich die Staufer, zuletzt die gräfliche Herrschaft von Königsegg, bis das Schloss 1941 in den Besitz der Stadt Aulendorf überging. Der Aufstieg Aulendorfs kam mit der schwäbischen Eisenbahn Mitte des 19. Jahrhunderts, wo die Schienenstränge in vier Himmelsrichtungen das Dorf zur Drehscheibe Oberschwabens machten.


Schloss in Aulendorf


Stadtansicht von Aulendorf

Inzwischen haben die sommerlichen Temperaturen 32° Celsius erreicht und wir entscheiden uns für einen Besuch im nahen Naturstrandbad Steegersee, mit einmalig schöner Lage und altem Baumbestand. Dort verbringen wir den restlichen Vormittag und den frühen Nachmittag bei herrlichem Sommerwetter und warmen Wassertemperaturen mit Schwimmen und Sonnenbaden.


Naturstrandbad Steegersee in Aulendorf

Tagesetappe 2:
Mittwoch, 19.06.2013 von Aulendorf nach Mengen-Rulfingen (Kartenausschnitt)
Tageskilometer: insgesamt: 41 km
Übernachtung: auf Wohnmobilstellplatz: Zielfingerseen, Uferweg 25, 88512 Mengen-Rulfingen, www.wohnmobilstellplatz-zielfingerseen.de
Anzahl Übernachtungen: 1
Kosten: 9,50 €
Nebenkosten: Strom 0,50 €
Gesamtkosten für eine Übernachtung: 10,00 €

Pünktlich nehmen wir am Nachmittag unser Wohnmobil wieder in Empfang und fahren weiter nach Mengen-Rulfingen auf den Reisemobilhafen am See, Uferweg 25, 88512 Mengen-Rulfingen. Der Reisemobilhafen liegt direkt am Zielfinger Badesee, verfügt über 50 Stellplätze, eine Ver- und Entsorgungsstation sowie mehrere Stromsäulen und gehört zu den als TOP-Platz ausgezeichneten Reisemobilstellplätzen. Er liegt in ruhiger, landschaftlich reizvoller Lage inmitten der Zielfinger Seen an einem langen Strand neben dem Naturfreibad. Die Nutzung sämtlicher Einrichtungen des Freibades und der Eintritt zum Badesee sind im Preis für den Stellplatz enthalten. Wir genießen das saubere und warme Wasser des Badesees und verbringen einen schönen Sommerabend vor unserem Wohnmobil.


Reisemobilhafen in Mengen-Rulfingen

Am nächsten Morgen ist wieder schönstes Sommerwetter. Deshalb bleiben wir noch bis zum Nachmittag auf dem Wohnmobilstellplatz in Mengen-Rulfingen und gehen mehrmals im Badesee schwimmen.

Tagesetappe 3:
Donnerstag, 20.06.2013 von Mengen-Rulfingen nach Überlingen (Kartenausschnitt)
Tageskilometer: insgesamt: 44 km
Übernachtung: auf Wohnmobilstellplatz: Reisemobilhafen Überlingen, Kurt-Hahn-Str., 88662 Überlingen, http://www.ueberlingen-bodensee.de/Uebernachten/Reisemobilhafen, GPS: N47°46'32" E09°08'58"
Anzahl Übernachtungen: 3
Kosten: 30 €
Nebenkosten: Strom, WC und Frischwasser 2,50 €
Gesamtkosten für drei Übernachtungen: 32,50 €

Überlingen die Riviera am „Schwäbischen Meer“

Für den Abend sind Gewitter und Regen gemeldet. Aus diesem Grund fahren wir am späten Nachmittag bereits weiter zu unserem nächsten Ziel, den Reisemobilhafen Überlingen am Bodensee Kurt-Hahn-Str., 88662 Überlingen. In Überlingen hat sich Helmut von Freitagabend bis Sonntag zu einem Taichi-Kurs im Taichi-Haus Überlingen angemeldet. Der Reisemobilhafen verfügt über eine Ver- und Entsorgungsstation und mehrere Stromsäulen. Im Preis für den Stellplatz ist die kostenlose Nutzung des Shuttle-Busses zur Innenstadt von Überlingen beinhaltet. Wir kennen den Reisemobilhafen bereits von früheren Besuchen und kommen immer wieder gerne hier her, da Überlingen und der Überlinger See sehr viel zu bieten haben.


Wohnmobilstellplatz in Überlingen

Überlingen gilt als die Riviera am „Schwäbischen Meer“. Früher kamen die Menschen aus aller Welt wegen des mondänen Flairs, später wegen der Kneippkuren, heute zum Fasten nach Dr. Buchinger. In Überlingen befindet sich die längste Uferpromenade des Bodensees und im legendären Stadtgarten wachsen 80 verschiedene Arten von Kakteen.


Stadtgarten Überlingen


Kakteen im Stadtgarten Überlingen

Am Abend fahren wir mit dem Stadtbus in wenigen Minuten bis zur Uferpromenade bei der Schiffsanlagestelle und spazieren die Seepromenade entlang. Wir erfreuen uns an der tollen Blütenpracht entlang der Seepromenade und saugen den besonderen Geruch des Bodensees in uns auf. Später fahren wir mit dem Bus zurück zum Wohnmobilstellplatz und verbringen den restlichen Abend bei milden Temperaturen vor dem Wohnmobil.


Schiffsanlegestelle in Überlingen


Kurpark in Überlingen


Mantelhafen Überlingen


Blick von der Strandpromenade zum Überlinger See

Am Freitagvormittag fahren wir mit dem Stadtbus in die Innenstadt und laufen die Uferpromenade entlang, durch den Stadtgarten, besuchen die Fußgängerzone mit den vielfältigen Geschäften und gehen anschließend zum Mittagessen im Bistro SKID, Steinhausgasse 1, 88662 Überlingen. SKID ist eine sozialkulturelle Integrationsdienste gemeinnützige Gesellschaft und fördert im Rahmen des Ambulant-Betreuten-Wohnens, des Gemeindeintegrierten Wohnens und individueller sozialer und
kultureller Dienstleistungen die größtmögliche selbstständige Lebensführung von Menschen mit und ohne Behinderung. Das Mittagessen ist gut, preiswert und wir unterstützen dabei auch noch einen sozialen Zweck.


Fußgängerzone Münsterstraße Überlingen


Münster Überlingen


Blick auf den Münsterturm Überlingen


Luziengasse Überlingen


Seepromenade Überlingen

Am Nachmittag besucht Helmut den Taichi-Kurs im Taichi-Haus Überlingen. Hildegard hat von zu Hause einige Bücher mitgenommen, um diese im offenen Bücherschrank am Ufer des Bodensees gegen interessante andere Bücher zu tauschen.

Den Samstag verbringt Helmut im Taichi-Haus beim Taichi-Kurs und Hildegard kauft in der Innenstadt auf dem Wochenmarkt Vorräte und regionale Produkte ein, geht Shoppen und bereitet im Wohnmobil ein kleines Mittagessen für unsere gemeinsame Mittagspause zu. Den Abend verbringen wir nach einem gemeinsamen Spaziergang entlang der Uferpromenade im Wohnmobil.

Am Sonntagmorgen unternimmt Hildegard eine Radtour entlang am Bodensee bis Goldbach und zum Schloss Spretzgart, während Helmut sich im Taichi-Kurs befindet. Am Mittag ist der Taichi-Kurs zu Ende und wir fahren mit dem E-Bike in das ca. 1, 5 km vom Stellplatz entfernte Dorf Goldbach und essen dort im Ristorante Basilico, Goldbach 31A, 88662 Überlingen sehr gut zu Mittag.


Schloss Spetzgart in Goldbach

Tagesetappe 4:
Sonntag, 23.06.2013 von Überlingen nach Sankt Valentin am Reschenpass (Kartenausschnitt)
Tageskilometer: insgesamt: 243 km
Übernachtung: auf Parkplatz: vor dem Alimentari - Lebensmittel Curnis, I-39020 Sankt Valentin a. d. H., Landstraße 18, Italien
Anzahl Übernachtungen: 1
Kosten: keine
Nebenkosten: keine
Gesamtkosten für eine Übernachtung: keine

Der Einkauf einer südtiroler Brotzeit am Reschenpass ist bei der Fahrt nach Italien bereits Tradition

Am frühen Abend fahren wir bei noch trockenem Wetter weiter und wollen bis zum Reschenpass fahren, um dort zu übernachten. Bereits in Friedrichshafen beginnt es leicht zu regnen. Wir fahren den Bodensee entlang bis Lindau, über Bregenz und Feldkirch durch den Arlbertunnel nach Landeck und von dort über die Bundesstraße auf den Reschenpass. Zwischenzeitlich hat der Regen ständig zugenommen und am Reschenpass beträgt die Temperatur gerade noch 7° Celsius. Am Reschenpass suchen wir nach einer Möglichkeit zum Übernachten und entscheiden uns auf dem Parkplatz vor dem Alimentari - Lebensmittel Curnis, I-39020 Sankt Valentin a. d. H., Landstraße 18, stehen zu bleiben. Hier ist kein Schild angebracht, welches das Parken von 20 Uhr bis 6 Uhr verbietet. Somit können wir dort im Wohnmobil übernachten. Am nächsten Morgen kaufen wir im Alimentari Curnis südtiroler und regionale Lebensmittel preisgünstig und in hervorragender Qualität ein. Der Einkauf dort gehört bei unseren Reisen über den Reschenpass bereits zur Tradition. Mit frischen Vinschgerln, südtiroler Speck und den typsichen Vinschgauer Kaminwurzen beginnt für uns der Urlaub in Südtirol.


Privatparkplatz Reschenpass


Alimentari Curnus in Sankt Valentin

Tagesetappe 5:
Montag, 24.06.2013 von Sankt Valentin am Reschenpass nach Garda (Kartenausschnitt)
Tageskilometer: insgesamt: 233 km
Übernachtung: auf Wohnmobilstellplatz: Parking Via Preite, Via Carmelo Preite, I-37016 Garda, Italien
Anzahl Übernachtungen: 1
Kosten: 12 €
Nebenkosten: keine
Gesamtkosten für eine Übernachtung: 12,00 €

Garda ist ein beliebtes Reiseziel am Gardasee

Eigentlich wollen wir einige Tage in den Dolomiten beim Bergwandern verbringen. Leider macht uns auch diesmal wieder das Wetter einen Strich durch die Rechnung. Für die nächsten drei Tage ist Regen angesagt und deshalb fahren wir weiter an den Gardasee auf den Wohnmobilstellplatz Parking Via Preite, Via Carmelo Preite, in 37016 Garda. Der Wohnmobilstellplatz verfügt über 30 mit Rasengittersteinen befestigte Stellplätze, ist auch für große Wohnmobile geeignet und hat eine großzügige Ver- und Entsorgungsstation sowie ein WC. Eine Stromversorgung ist auf dem Stellplatz nicht vorhanden. Vom Stellplatz aus ist die Uferpromenade in Garda in weniger als 10 Minuten zu Fuß zu erreichen. Garda war bereits mehrfach unser Reiseziel und wir haben über den Ort bereits ausführlich im Reisebericht über Südtirol (http://www.dammer-wohnmobilreisen.de/index.php/italien/38-wohnmobilreise-suedtirol-und-gardasee) berichtet.


Wohnmobilstellplatz in Garda

Der Himmel ist bedeckt und es hat aufgehört zu regnen. Am Nachmittag laufen wir zum Gardasee, spazieren entlang der Uferpromenade und bummeln durch die Fußgängerzone. Den Abend verbringen wir vor unserem Wohnmobil bei angenehmen Temperaturen.


Seepromenade Garda


Fußgängerzone Garda

Tagesetappe 6:
Dienstag, 25.06.2013 von Garda nach Borghetto sul Mincio (Kartenausschnitt)
Tageskilometer: insgesamt: 56 km
Übernachtung: auf Wohnmobilstellplatz: Camper Parking Borghetto, Strata Provinciale 55, I-37067 Borghetto-Valeggio sul Mincio, GPS: N 45°21'11,3" E 10°43'35,8"
Anzahl Übernachtungen: 2
Kosten: 20 €
Nebenkosten: Dusche 2,00 €
Gesamtkosten für zwei Übernachtungen: 22,00 €

Heute haben wir schönes, sommerlich warmes Wetter und wir überlegen uns, ob wir noch einen weiteren Tag am Gardasee verbringen und mit den Rädern am See entlang nach Bardolino radeln sollen. Nachdem wir aber bereits mehrmals mit dem Wohnmobil in Garda und in Bardolino zu Besuch waren (siehe Reisebericht: Wohnmobilreise Südtirol und Gardasee) entscheiden wir uns zur Weiterfahrt nach Solferino auf den Wohnmobilstellplatz Agriturismo Tenuta Le Sorgive, Via Piridello 6, I-46040 Solferino (GPS: N 45°22‘10“ E10°32‘44“).


Wohnmobilstellplatz Solferino


Ristorante oberhalb Wohnmobilstellplatz Solferino

In Solferino wurde von Henry Dunant das Rote Kreuz gegründet, weil er Zeuge war, als bei der Schlacht von Solferino am 24.06.1859 40.000 Soldaten verwundet wurden und den Tod fanden. Zur Erinnerung wurde auf dem höchsten Punkt der weithin sichtbare Turm Torre San Martino errichtet, der heute ein vielbesuchtes Ausflugsziel mit schöner Panoramasicht auf den Gardasee ist. Der Wohnmobilstellplatz liegt ca. 1,5 km außerhalb von Solferino und verfügt über eine Ver- und Entsorgung, Stromversorgung, Duschen und WC und befindet sich auf dem Areal eines Bauernhofes mit Reitpferden sowie einem dazugehörigen Restaurant und Schwimmbad in unmittelbarer Nähe. Der Stellplatz ist für Pferdeliebhaber und Familien mit Kindern interessant. Wir entscheiden uns weiterzufahren, da der Stellplatz wenig reizvoll liegt.

Borghetto sul Mincio das historische Mühlendorf unweit vom südlichen Gardasee

Wir fahren weiter zum Wohnmobilstellplatz Camper Parking Borghetto, Strata Provinciale 55, I-37067 Borghetto-Valeggio sul Mincio, GPS: N 45°21'11,3" E 10°43'35,8". Der Stellplatz wurde 2011 eröffnet und verfügt über ca. 40 Stellplätze mit Ver- und Entsorgung und ausreichenden Stromsäulen. Außerdem befinden sich auf dem Stellplatz ein Sanitärgebäude mit Duschen und WC, ein Kinderspielplatz, Grillplätze sowie einige Sitzgruppen und Ruhebänke auf gepflegten Rasenflächen. Dieser Stellplatz ist sehr empfehlenswert und für uns mit den Top-Plätzen in Deutschland durchaus vergleichbar. Borghetto ist in wenigen Minuten zu Fuß zu erreichen. Der Hauptort Valeggio sul Mincio ist ca. 900 m vom Stellplatz entfernt.


Wohnmobilstellplatz Borghetto


Wohnmobilstellplatz Borghetto

Die meisten Häuser des kleinen Dorfes Borghetto sind historische Mühlen, die auf Felsinseln unterhalb der Visconti-Brücke im gestauten Minciofluss liegen. Der Visconti-Staudamm wurde vom machtbesessenen Herzog von Mailand Gian Galeazzo Visconti bereits 1393 errichtet, um Mantua von der Wasserversorgung des Gardasees abzuschneiden und soll 300.000 Goldgulden (heute ca. 36 Mio. Euro) gekostet haben. Heute feiern jedes Jahr die Bürger von Valeggio sul Mincio am 3. Dienstag im Juni auf der Brücke das Fest „Nodo d‘ Amore“. Der Ort Valeggio sul Mincio ist wegen seiner vielen Pastifici Artigianali bekannt, die handgemachte Nudeln und Tortellini herstellen.


Blick zur Visconti-Brücke in Borghetto


Blick vom Restaurant Lo Stappo auf die alte Brücke über den Mincio


Ortsansicht Borghetto von der Visconti-Brücke

Valeggio sul Mincio ist bekannt für seine handgemachten Nudeln

Gegen Mittag fahren wir mit den E-Bikes nach Borghetto und essen dort im Restaurant Lo Stappo, Via Raffaelo Sanzio 18/b, 37067 Borghetto Valeggio sul Mincio auf der Terrasse über dem Fluss Mincio ein für den Ort typisches Nudelgericht und genießen das gute Essen, die wunderbare Aussicht sowie das schöne Sommerwetter. Nach dem Mittagessen radeln wir den Berg hinauf nach Valeggio und sehen uns im Ort ein wenig um. Auf Empfehlung von Freunden kaufen wir im Geschäft „Pastificio Node d’Amore“, Via dei Partigiani 3, 37067 Valeggio sul Mincio handgemachte Nudeln ein. Außerdem kaufen wir im daneben befindlichen Supermarkt noch einige Fleisch- und Wurstwaren, um unseren Proviant aufzufüllen. Den restlichen Nachmittag und Abend verbringen wir auf dem schön angelegten und mit einem kleinen Campingplatz vergleichbaren Stellplatz vor unserem Wohnmobil.


Kirche in Valeggio


Blick auf das Castello Scaligero in Valeggio

Am Mittwoch nach dem Frühstück fahren wir mit den E-Bikes auf einer sehr schönen und ruhigen Radstrecke direkt am Fluss Mincio entlang nach Monzambano. Dort entdecken wir einen sehr schön und ruhig gelegenen Reisemobilhafen in der Nähe der Innenstadt an einer Parkanlage. Der Wohnmobilstellplatz Area Attrezzata Camper, Via Tegli Alpini I 46040 Monzambano, ist auch für große Wohnmobile geeignet und verfügt über eine Ver- und Entsorgung, Stromanschlüsse sowie eine Dusche. Nach der Besichtigung des kleinen Ortes radeln wir wieder zurück nach Borghetto.


Radweg entlang am Fluss Mincio


Wohnmobilstellplatz in Monzambano

In Borghetto entdecken wir einen weiteren Wohnmobilstellplatz in unmittelbarer Ortsnähe in einer parkähnlichen Umgebung. Der Wohnmobilstellplatz Parco Agricampeggio Borghetto, Via Monte Borghetto 13, I-37067 Vallegio sul Minicio (GPS: N45°21‘428“ E10°43‘270“) ist vergleichbar mit einem komfortablen Campingplatz. Jeder Stellplatz ist mit einem eigenen Sanitärgebäude und mit einem Stromanschluss ausgestattet. Außerdem verfügt der Platz über eine Ver- und Entsorgung sowie ein Schwimmbad. Vom Platz aus hat man einen herrlichen Blick auf Valeggio mit der Scaligerburg und zum Parco Sigurta. Dieser Platz ist neu, ein absoluter Geheimtipp und vor allem auch für einen längeren Aufenthalt geeignet. Da wir am nächsten Morgen unsere Reise fortsetzen wollen, lohnt es für uns nicht mehr den Stellplatz zu wechseln.


Wohnmobilstellplatz/Campingplatz Parco Borghetto


Blick auf den Wohnmobilstellplatz Parco Borghetto vom Parco Sigurta aus

Der Parco Giardino Sigurta gehört zu den fünf schönsten Gartenanlagen der Welt

Am nördlichen Ortsrand von Valeggio sul Mincio liegt der im Jahre 1617 angelegte Parco Giardino Sigurta. Der Garten in der Via Cavour 1 in 37067 Valeggio sul Mincio ist eine spektakuläre Oase, die sich über 600.000 qm ausdehnt und von international anerkannten Botanikern als eine der fünf schönsten Gartenanlagen der Welt bezeichnet wird.


Parco Sigurta mit Blick auf die Scaligerburg

Wir entscheiden uns, den Parco Sigurta am späten Nachmittag mit dem Fahrrad zu besichtigen. Zuerst sind wir über den relativ hohen Eintrittspreis etwas erstaunt. Trotzdem entschließen wir uns für eine Besichtigung. Der ganzjährig blühende Park zieht sich am Mincio-Fluss entlang und kann mit dem Rad, zu Fuß, mit der Bimmelbahn oder mit gemieteten Elektrofahrzeugen ausgiebig erkundet werden. Will man den Park zu Fuß erkunden, sollte man allerdings möglichst einen ganzen Tag einplanen. Mit dem Fahrrad haben wir für die Besichtigung des Parks ca. 3 Stunden benötigt und sind vollauf begeistert. Baumriesen, Lotus- und Seerosenteiche wechseln sich mit vielen Blumenbeeten, grünen Oasen, golfrasenähnlichen Grünflächen sowie fantastischen Ausblicken ins Minciotal und auf die Scaligerburg ab. Den Besuch des Parco Sigurta sollte man auf keinen Fall versäumen und auch der Eintrittspreis ist für die Einmaligkeit und das Naturerlebnis dieses Parks durchaus angemessen.


Parco Giardino Sigurta


Parco Giardino Sigurta


Blick über das Minciotal vom Parco Giardino Sigurta


Seerosenteich im Parco Sigurta mit Blick auf Scaligerburg


Blick über das Minciotal vom Parco Giardino Sigurta


Parco Giardino Sigurta


Schildkrötenteich im Parco Sigurta mit Blick auf Scaligerburg


Parco Giardino Sigurta


Parco Giardino Sigurta


Parco Giardino Sigurta


Parco Giardino Sigurta

Tagesetappe 7:
Donnerstag, 27.06.2013 von Borghetto sul Mincio nach Lucca (Kartenausschnitt)
Tageskilometer: insgesamt: 286 km
Übernachtung: auf Wohnmobilstellplatz: Area Attrezzata Camper Il Serchio, Loc. Sant’ Anna, Via del Tiro a Segno, I-55100 Lucca, www.camperilserchio.it, GPS: N43°50'57" E10°29'10"
Anzahl Übernachtungen: 2
Kosten: 48 €
Nebenkosten: keine
Gesamtkosten für zwei Übernachtungen: 48,00 €

Das antike Lucca in der Toskana wird 180 v. Chr. erstmals genannt

Wir setzen unsere Italienreise fort und fahren am Donnerstag weiter in die Toskana zum Wohnmobilstellplatz Area Attrezzata Camper Il Serchio, Via del Tiro a Segno, I-55100 Lucca.


Wohnmobilstellplatz Il Serchio in Lucca

Lucca liegt in der Toskana im Tal des Flusses Serchio ca. 20 km nordöstlich von Pisa und 20 km östlich der toskanischen Küste. Das antike Lucca wird 180 v. Chr. erstmals genannt. Damals wurde Lucca als römische Kolonie gegründet. Im 13. und 14. Jahrhundert zählte Lucca zu den einflussreichsten europäischen Städten. Große Bedeutung hatte insbesondere die Textilindustrie. Berühmt war Lucca unter anderem für seine Seide, deren Farbenpracht in Europa als unübertroffen galt. Die großen Plätze, die romanischen Kirchen und die mittelalterlichen Türme zeugen heute noch von der einstigen Bedeutung dieser Stadt. Ihre von vier Toren durchbrochenen Befestigungsanlagen wurden 1504 begonnen und 1645 fertiggestellt und zählten lange zu den bemerkenswertesten Befestigungsanlagen Italiens. Sie sind heute noch gut erhalten und tragen eine von Bäumen gesäumte Promenade. Lucca ist die Geburtsstadt Giacomo Puccini´s.


Piazza Anfiteatro in Lucca


Denkmal von Giacomo Puccini

Nach unserer Ankunft auf dem Wohnmobilstellplatz in Lucca laufen wir in die Innenstadt. Entgegen der Ankündigungen in den Reiseführern erreichen wir nach einem 20-minütigen Fußmarsch entlang an einer viel befahrenen Straße das Stadttor „Porta S. Donato“. Nun kann der Stadtrundgang beginnen. An der Touristeninformation hinter dem Stadttor besorgen wir uns einen kostenlosen Innenstadtplan. Für unseren Stadtrundgang durch die Altstadt orientieren wir uns an der Empfehlung auf der Info-Tafel an der der Ecke Via S. Paulino, nahe der Touristeninformation. In der Innenstadt ist viel los und in der Stadt Lucca herrscht rege Betriebsamkeit. Auf etwa halbem Weg brechen wir unseren Stadtrundgang ab, um ihn morgen weiter fortzusetzen. Im Ristorante Antico Sigillo, Via degli Angeli 13, in Lucca essen wir gut zu Abend. Das Ristorante wirbt mit typischer Küche für Lucca und die Toskana.


Piazza Cittadella in Lucca


Piazza S. Michele in Lucca


Fiaker in Lucca


Blick in die Via Calderia in Lucca


Kirche San Michele in Lucca


Altstadtgasse in Lucca


Blick auf den Torre Guinigi mit seinen vier Bäumen in Lucca


Ristorante Antico Sigillo in Lucca


Via del Fosso in Lucca

Am nächsten Morgen laden wir unsere Fahrräder aus der Heckgarage aus und radeln auf dem vollständig erhaltenen Stadtwall ca. 5 km um die Innenstadt. Wir erleben Lucca von oben und sehen viele neue Perspektiven der Stadt. Gegen Mittag fahren wir zurück zum Wohnmobilstellplatz und kochen dort ein typisch italienisches Nudelgericht.


Blick vom Stadtwall auf die Kirche San Frediano


Stadtwall in Lucca

Am Nachmittag kommt ein Gewitter und es fängt heftig an zu regnen. Es regnet bis zum Abend und die Temperatur sinkt auf 18 ° Celsius. Gegen 20 Uhr hört der Regen auf und wir fahren mit den E-Bikes am Fluss Serchio entlang bis zur Ponte di Monte S. Quirico. Von dort fahren wir durch die Porta S. Maria in die Altstadt von Lucca. Wir sehen uns noch einige Gassen und historische Gebäude an und radeln danach zurück zum Wohnmobilstellplatz.

Tagesetappe 8:
Samstag, 29.06.2013 von Lucca nach Vada (Kartenausschnitt)
Tageskilometer: insgesamt: 79 km
Übernachtung: auf Campingplatz: Molino a Fuoco, Via Cavalleggeri 32, I-57018 Vada, www.campingmolinoafuoco.com, GPS: N43°20'56" E10°27'18"
Anzahl Übernachtungen: 3
Kosten: 105,45 €
Nebenkosten: Kurtaxe 3,00 €
Gesamtkosten für drei Übernachtungen: 108,45 €

Vada und die kleinen Bergdörfer an der etruskischen Küste der Riviera

Am Morgen scheint wieder die Sonne. Wir fahren zeitig am Vormittag vorbei an Pisa, Livorno nach Vada an der etruskischen Küste der Riviera. Der Campingplatz Molino a Fuoco, Via Cavalleggeri 32, I-57018 Vada, bietet auf einer Wiese Wohnmobilstellplätze außerhalb des Campingplatzes an. Dort stehen wir fast alleine, unweit des Strandes auf einem schönen Wiesenstellplatz und können alle Einrichtungen des Campingplatzes nutzen.


Wohnmobilstellplatz auf dem Campingplatz Molino a Fuoco

Nach der Ankunft unternehmen wir einen Strandspaziergang und wir stellen fest, dass trotz des heftigen Windes der Strand ziemlich bevölkert ist. Nachmittags kommen Wolken und es wird etwas kühler. Deshalb radeln wir mit den E-Bikes in den Ort Vada und sehen uns diesen etwas näher an. Am frühen Abend kommen wir von unseren Ausflug zurück und verbringen den Abend vor dem Wohnmobil.


Ortsmitte von Vada


Hafen und öffentlicher Badestrand in Vada

Den Sonntag verbringen wir bei herrlichem Sommerwetter faul am Strand und vor unserem Wohnmobil.

Am Montag fahren wir mit dem Motorroller zuerst nach Marina di Cecina, dann nach Marina di Bibbona und anschließend in das nette, kleine Bergdorf Bolgheri und zurück über Bibbona und Cecina nach Vada. In Bolgheri essen wir im Ristorante Bionda Maria S.r.l., Piazza Bionda Maria 8, I-57022 Bolgheri gut und typisch regional zu Mittag. Bolgheri liegt ca. 6 km westlich oberhalb von Marina di Bibbona am Ende einer sehenswerten Zypressenallee. Bolgheri ist nicht nur wegen des Weines, sondern auch wegen seines altertümlichen Stadttores und des intakten Ortsbildes einen Besuch wert.


Badestrand in Marina di Cecina


Badestrand in Marina di Bibbona


Zypressenallee auf dem Weg nach Bolgheri


Stadttor Bolgheri


kleiner Park vor dem Stadttor Bolgheri


Ortsansicht Bolgheri

Der ca. 6 km im Landesinneren auf einer steilen Anhöhe liegende alte Ortskern von Bibbona ist durchaus sehenswert. Der Ort wirkt verschlafen und es fehlen sowohl Lokale wie auch Geschäfte, um touristisch interessant zu sein. Von der Piazza della Vittoria in Bibbona hat man einen wunderbaren Blick bis zum Meer.


Piazza della Vittoria Bibbona


Gasse in Bibbona


Gasse in Bibbona


Blick von der Piazza in Bibbona ins Hinterland

Auf unserer Rundtour haben wir mehrere Wohnmobilstellplätze entdeckt. Am Ortsrand von Vada in Richtung Cecina Mare befindet sich in der Via Cavelleggeri Nuova ein Wohnmobilstellplatz für mehrere Wohnmobile. Gleich anschließend sind auf dem Camping & Residence dele Gorette, Via dei Campilunghi in Marina die I-57023 Cenina Wohnmobilstellplätze vorhanden. Ein weiterer Wohnmobilstellplatz befindet sich in Cecina Mare vor dem Campingplatz Le Tamerici, Via Cecinella. Außerdem kann man kurz vor Bolgheri auf einem öffentlichen Parkplatz mit dem Wohnmobil parken, um Bolgheri zu besichtigen. Allerdings ist uns nicht bekannt, ob dort übernachtet werden darf.


Wohnmobilstellplatz Via Cavelleggeri Nuova in Cecina Mare


Wohnmobilstellplatz auf dem Camping & Residence dele Gorette


Wohnmobilstellplatz vor dem Campingplatz Le Tamerici in Cecina Mare


Parkplatz vor Bolgheri

Tagesetappe 9:
Dienstag, 02.07.2013 von Vada nach Piombino (Kartenausschnitt)
Tageskilometer: insgesamt: 71 km
Übernachtung: auf Wohnmobilstellplatz: Camperoasi, Loc. Mortelliccio, I-57020 Riotorto, www.camperoasi.com GPS: N42°57’17” E10°40’03”
Anzahl Übernachtungen: 1
Kosten: 20 €
Nebenkosten: Kurtaxe 1,00 €
Gesamtkosten für eine Übernachtungen: 21,00 €

Populonia und der Golf von Baratti

Am Dienstag fahren wir weiter und wollen den Golf von Baratti besichtigen. In unserem Reiseführer sind zwei Stellplätze für Wohnmobile für die Besichtigung genannt: Wohnmobilparkplatz Golf von Baratti, an der Küstenstraße SP 23 in Höhe der Abbiegung nach Populonia und Baratti (GPS: N43°00‘08“ E10°31‘41“). Der zweite Wohnmobilstellplatz befindet sich ebenfalls an der SP 23 ca. 900 m weiter, nennt sich Area Sosta-Camping Sant‘ Albinia und hat alle notwendigen Einrichtungen (GPS: N43°00‘58“ E10°31‘25“). Beide Wohnmobilstellplätze entsprechen nicht unseren Vorstellungen und deshalb fahren wir weiter.

Kurz nach Piombino entdecken wir ein Hinweisschild auf einen Wohnmobilstellplatz in der Nähe des Strandes am Golf von Follonica. Wir fahren dem Wegweiser nach und finden den campingplatzähnlich ausgestatteten Wohnmobilstellplatz Camperoasi, Loc. Mortelliccio, I-57020 Riotorto, mit sehr schöner Bepflanzung und kleinen Sanitäranlagen, der nur ca. 200 m von einem fantastischen Sandstrand entfernt liegt.


Wohnmobilstellplatz Camperoasi in Riotorto

Von hier aus besichtigen wir mit dem Motorroller Populonia am Golf von Baratti. Der Golf von Baratti ist wegen seines wunderbaren Strandes, der von hohen Schirmpinien gesäumt wird, bekannt. Er ist eine der schönsten Stellen zwischen Carrara und Rom. Schon die Etrusker siedelten hier auf dem hohen Hügel über der malerischen Bucht in dem Ort Populonia. Populonia hatte bereits im 4. Jahrhundert vor Chr. 25.000 Einwohner und war eine der größten Städte Etruriens.


Burg von Populonia


Kunst in den Gassen von Populonia


Blick von Populonia über die Riviera


Hafen im Golf von Baratti


Strand am Golf von Baratti


Schirmpinien am Golf von Baratti


Schirmpinien am Golf von Baratti

Nach der Rückkehr von unserer Besichtigungstour laufen wir noch den wunderbaren Strand am Golf von Follonica in unmittelbarer Nähe des Wohnmobilstellplatzes entlang und gehen im Meer schwimmen.


Strand in der Nähe des Wohnmobilstellplatzes Camperoasi am Golf von Follonica

Tagesetappe 10:
Mittwoch, 03.07.2013 von Riotorto nach Talamone (Kartenausschnitt)
Tageskilometer: insgesamt: 71 km
Übernachtung: auf Campingplatz: Talamone Camping Village, Strada Talamonese, I-58010 Talamone
Anzahl Übernachtungen: 1
Kosten: 39 €
Nebenkosten: keine
Gesamtkosten für eine Übernachtungen: 39,00 €

Talamone und die Küste der Maremma

Bereits um 9 Uhr verlassen wir den Wohnmobilstellplatz und die etruskische Küste in Richtung Maremma. Im Wohnmobilführer ist der Campingplatz „Maremmasanssouci“ in Castiglione della Pescaia als nächste schöne Station mit tollem Badestrand aufgeführt. Bei unserer Ankunft stellen wir fest, dass der Campingplatz wegen des Pinienwaldes für unser großes und sehr hohes Wohnmobil nicht geeignet ist. Wir entscheiden uns, weiter die Maremmaküste entlang zu fahren.

Auf dem Wohnmobilstellplatz in Alberese im Naturpark der Maremma (GPS: N42°40‘13“ E11°06‘12“) halten wir kurz an und machen dort eine Kaffeepause. Der Stellplatz sagt uns nicht zu. Deshalb fahren wir weiter zum Wohnmobilbadeplatz Fonteblanda/Talamone (GPS: N42°33‘47“ E11°09‘23“). Bei diesem Stellplatz handelt es sich um einen reinen Badeplatz ohne Ver- und Entsorgung. Allerdings ist die Übernachtung gegen eine Tagesgebühr von 12,00 € möglich. Nur ca. einen Kilometer weiter liegt der Campingplatz Talamone Camping Village, Strada Talamonese, I-58010 Talamone. Wir entscheiden uns für den komfortablen und sehr großzügig angelegten Campingplatz und stehen dort wunderschön unter einzelnen Pinien. Vom Schwimmbad des Campingplatzes aus haben wir einen wunderschönen Blick über die Bucht von Talamone.


Wohnmobilstellplatz in Alberese


Campingplatz Talamone


Blick vom Schwimmbad des Campingplatzes auf die Bucht von Talamone

Am Nachmittag fahren wir mit unseren E-Bikes zum 500 Meter entfernten Privatstrand des Campingplatzes, von dort aus Richtung Hafen und weiter in das alte Ortszentrum von Talamone. Wir besichtigen die Burganlage, spazieren durch die wenigen engen Gassen und fahren anschließend zum Campingplatz zurück. Den restlichen Abend verbringen wir gemütlich vor dem Wohnmobil.


Talamone


Burg von Talamone


Badestrand von Talamone


Blick von der Burg auf den neuen Ortsteil von Talamone

Tagesetappe 11:
Donnerstag, 04.07.2013 von Talamone nach Albinia (Kartenausschnitt)
Tageskilometer: insgesamt: 10 km
Übernachtung: auf Wohnmobilstellplatz: Ai Delfini, Via Boche d'Albenga, I-58010 Albinia, www.aidelfini.it GPS: N42°30'31" E11°11'38"
Anzahl Übernachtungen: 1
Kosten: 32,00 € (Übernachtung und Parkgebühr für einen Tag bis zum Abend)
Nebenkosten: Dusche 2,00 €
Gesamtkosten für eine Übernachtungen: 34,00 €

Albinia am Fuße des Monte Argentario in der südlichen Maremma

Am nächsten Morgen fahren wir nur wenige Kilometer weiter die Küstenstraße entlang auf den Wohnmobilstellplatz Ai Delfini, Via Boche d'Albenga, I-58010 Albinia. Der Wohnmobilstellplatz mit eigenem Strandabschnitt, Ver- und Entsorgung, Duschen, WC und Restaurant liegt in einer geschützten Bucht nördlich der Landzunge von Orbetello und verfügt über 160 Stellplätze, die auch für sehr große Wohnmobile geeignet sind.

Der Stellplatz hat das Niveau eines Campingplatzes, ist jedoch nicht unter Schirmpinien versteckt, sondern bietet freie Sicht auf das Meer und den Strand. Der Wohnmobilstellplatz ist gepflegt, schön bepflanzt und der dazugehörige Sandstrand ist breit, weitläufig und sehr schön.


Wohnmobilstellplatz Ai Delfini


Sitzgruppe Wohnmobilstellplatz Ai Delfini


Blick vom Strand auf Wohnmobilstellplatz


Strand beim Wohnmobilstellplatz mit Blick auf Monte Argentario

Auf unserer Landkarte ist der Ort Magliano in Toscana als sehenswert markiert. Deshalb fahren wir mit unserem Roller über Albinia ca. 15 km bis zum historischen Ort Magliano. Der Ort liegt auf einem Hügel und die Stadtmauer ist zum Teil erhalten und begehbar. Von der Stadtmauer aus haben wir freie Sicht bis zum Meer und in das toskanische Hinterland. Nach der Stadtbesichtigung essen wir im Ristorante Checco il Bello, Corso Garibaldi 30, I-58010 Magliano in Toscana, ein hervorragend schmeckendes Menü. Das Lokal können wir aufgrund der sehr guten Qualität und des guten Preis-Leistungsverhältnisses sehr empfehlen. Nach dem Mittagessen fahren wir gemütlich mit dem Roller durch die wunderschöne, hügelige toskanische Landschaft zurück zum Wohnmobil. Den Nachmittag verbringen wir bei herrlichem Wetter am Strand und genießen das tolle Meer.


Stadttor in Magliano


Stadtmauer Magliano mit Blick auf die Toskana


Altstadtansicht Magliano


Stadtmauer von Magliano


Blick von der begehbaren Stadtmauer über die toskanischen Hügel


Blick auf die Dächer von Magliano


Weg auf der Stadtmauer in Magliano


Ristorante Checco il Bello in Magliano

Am nächsten Morgen fahren wir mit dem Roller nach Porto San Stefano, besichtigen den Hafen und die Stadt. Danach fahren wir auf der Küstenstraße ein paar Kilometer am Monte Argtentario entlang. Vom Aussichtspunkt Cala Piccola haben wir eine wunderbare Fernsicht bis zur Insel Giglio. Wir können vor dem Hafen von Gigilo mit dem bloßen Auge das teilweise gesunkene Kreuzfahrtschiff erkennen. Auf dem Rückweg kaufen wir in Albinia noch Lebensmittel ein und verbringen den Nachmittag bei schönem Sommerwetter am Strand.


Blick auf Porto San Stefano



Hafen von Porto San Stefano


Blick auf die Altstadt von Porto San Stefano


Monte Argentario

Tagesetappe 12:
Freitag, 05.07.2013 von Albinia nach Monteriggioni (Kartenausschnitt)
Tageskilometer: insgesamt: 123 km
Übernachtung: auf Wohnmobilstellplatz: Parcheggio Abbadia d'Isola, Strada di Strove, I-53035 Monteriggioni, GPS: N43°23'15" E11°11'38"
Anzahl Übernachtungen: 1
Kosten: keine
Nebenkosten: keine
Gesamtkosten für eine Übernachtung: keine

Das Mittelalter-Fest im Festungsdorf Monteriggioni in der Toskana

Am frühen Abend entscheiden wir uns zur Weiterfahrt nach Monteriggioni. Vor der Stadtmauer von Monteriggioni befindet sich auf einem großen öffentlichen Parkplatz auch ein kostenloser Wohnmobilstellplatz für 40 Reisemobile, in der Strada di Strove, in I-53035 Monteriggioni ohne jegliche Ver- und Entsorgung. Wir werden von Parkplatzwächtern in den Wohnmobilstellplatz eingewiesen und der sehr große Parkplatz für PKW füllt sich zusehends vollständig. Als sich die Nachbarn im nächsten Wohnmobil mit einheitlichen Leinenhemden verkleiden, vermuten wir, dass in dem mittelalterlichen Städtchen heute ein Fest stattfindet.


Wohnmobilstellplatz in Monteriggioni


Blick vom Wohnmobilstellplatz auf Monteriggioni

Zu unserer großen Freude findet heute das Mittelalter-Fest statt. Einmal pro Jahr im Monat Juli lebt in dem Dörfchen mit Musikern, Gauklern, Händlern und Schankwirten für einige Tage die mittelalterliche Vergangenheit wieder auf.


Trommler beim Mittelalter-Fest Monteriggioni


Gaukler führt kurzweilig durch das Abendprogramm beim Mittelalter-Fest Monteriggioni


Tänze beim Mittelalter-Fest Monteriggioni


Schwertkampf beim Mittelalter-Fest Monteriggioni


Musikant beim Mittelalter-Fest Monteriggioni

Monteriggioni liegt an der südwestlichen Grenze des Chianti-Gebietes im Herzen der Toskana und wurde im 2. Jahrzehnt des 13. Jahrhunderts als Soldatengarnison erbaut. Die ringförmige Festungsmauer mit 14 rechteckigen Wachtürmen ist noch voll erhalten und teilweise begehbar.


Stadttor in Monteriggioni


Hauptplatz in Monteriggioni


Altstadtturm von Monteriggioni


Teile der Stadtmauer von Monteriggioni


Altstadtgasse in Monteriggioni


Blick auf die Türme und die Stadtmauer von Monteriggioni

Tagesetappe 13:
Samstag, 06.07.2013 von Monteriggioni nach Carpi (Kartenausschnitt)
Tageskilometer: insgesamt: 202 km
Übernachtung: auf Wohnmobilstellplatz: Area attrezzata camper Piazzale Piscine, Tangenziale Bruno Losi, I-41012 Carpi, GPS: N44°47'03" E10°52'03"
Anzahl Übernachtungen: 1
Kosten: keine
Nebenkosten: keine
Gesamtkosten für eine Übernachtung: keine

Carpi Stadt mit Geschichte in der Poebene

Am nächsten Morgen sehen wir uns Monteriggioni bei schönem Wetter noch einmal an. Danach fahren wir weiter auf unserem Rückweg nach Carpi auf den kostenlosen Wohnmobilstellplatz Tangenziale Bruno Losi, I-41012 Carpi. Der Stellplatz befindet auf einem asphaltierten Großparkplatz vor dem Freibad und verfügt über eine Ver- und Entsorgungsanlage.


Wohnmobilstellplatz am Freibad in Carpi

Am späten Nachmittag fahren wir mit den E-Bikes in die Innenstadt von Carpi und sehen uns ein wenig um. Viele öffentliche Gebäude sind mit Baugerüsten versehen. Als wir auf den Wohnmobilstellplatz zurückkommen, ist unser Wohnmobil von PKW eingeparkt und der große Parkplatz um uns herum füllt sich in kurzer Zeit vollständig mit PKW. Wie kann es anders sein, auch hier findet heute ein Fest statt und wir sind zufällig wieder einmal mittendarin. Auf dem großen Freigelände neben dem Freibad findet so etwas Ähnliches wie eine Kirchweih mit gleichzeitigem Altstadtfest, einer Verkaufsmesse mit Kinderbelustigung sowie Tanzveranstaltungen statt. In einem großen Pavillon wird über den Aufbau der Stadt nach dem Erdbeben 2012 berichtet.

Carpi bestand bereits im Hochmittelalter. In der Altstadt haben sich zahlreiche Bauten aus der Renaissancezeit erhalten. Bei dem Erdbeben am 20. Mai 2012 stürzten in Carpi einige Gebäude ein, mehrere Menschen starben und einige Tausend wurden obdachlos. Es war das schwerste Beben seit 500 Jahren in der Region. Jetzt wird uns klar, warum viele historische Gebäude eingerüstet sind.


Castello dei pio in Carpi und Dom von Carpi


Blick über die Piazza martiri


Altstadtgasse in Carpi

Tagesetappe 14:
Sonntag, 07.07.2013 von Carpi nach Sirmione (Kartenausschnitt)
Tageskilometer: insgesamt: 105 km
Übernachtung: auf Wohnmobilstellplatz: Area Sosta Camper, "Lugana Marina", Via Cantarne 18, I-25019 Sirmione, GPS: N45°27'37" E10°37'58"
Anzahl Übernachtungen: 1
Kosten: 20,00 €
Nebenkosten: keine
Gesamtkosten für eine Übernachtung: 20,00 €

„Grande Malheur“ an der Tankstelle und ein hilfsbereiter Italiener

Bevor wir unsere Rückreise fortsetzen, wollen wir das Wohnmobil noch betanken. Am Sonntag kann man bei den Tankstellen nur über Automaten tanken. Normalerweise ist das auch kein Problem. Wegen einer defekten Tankzapfsäule müssen wir das Wohnmobil an eine andere Zapfsäule bewegen. Als wir dort tanken wollen, ist der eingezahlte Betrag nicht mehr verfügbar. Ratlos stehen wir vor dem Tankautomaten, als ein anwesender Italiener uns seine Hilfe anbietet. Er versucht uns mit Hilfe seiner deutschsprachigen Tochter am Handy zu erklären, dass wir den einbezahlten Geldbetrag am Montag im Büro der Tankstelle zurückbekommen werden. Da wir uns jedoch bereits auf der Rückfahrt befinden, müssen wir einen Tag länger in Carpi verbringen, um den an der Zapfsäule einbezahlten Betrag zurück zu erhalten. Freundlicherweise erklärt sich der Italiener bereit, mit Helmut zur Bank zu fahren, um den Betrag von seinem Konto abzuheben und uns auszubezahlen. Mit der Quittung aus dem Tankautomaten wird er sich den an uns ausbezahlten Betrag wieder zurückholen wenn das Büro der Tankstelle am nächsten Werktag wieder geöffnet hat. Wir können unser Glück kaum fassen, denn in Deutschland würde in einer ähnlichen Situation kein Mensch für einen unbekannten Ausländer sein privates Geld auslegen, um ihm die Weiterfahrt ohne Zeitverlust in die Heimat zu ermöglichen. Eine finanzielle Vergütung für seine spontane Hilfe lehnt der Italiener entrüstet ab. Mit einem Gefühl der Erleichterung und einer riesigen Freude über die tolle Gastfreundschaft in Italien fahren wir weiter.

Sirmione die Stadt aus der Steinzeit auf der Halbinsel am südlichen Gardasee

Gegen Mittag kommen wir in Sirmione auf dem Wohnmobilstellplatz Area Sosta Camper, "Lugana Marina", Via Cantarne 18, I-25019 Sirmione an. Der Wohnmobilstellplatz mit 140 Stellplätzen befindet sich direkt am Ufer des Gardasees und verfügt über eine Ver- und Entsorgungsstation und teilweise über Stromversorgung. Am Strand vor dem Wohnmobilstellplatz befinden sich Toiletten und Duschen mit Kaltwasser. Der Stellplatz ist fast vollständig belegt und wir finden gerade noch einen Stellplatz, der für unser großes Wohnmobil geeignet ist. Vom Wohnmobilstellplatz aus haben wir einen wunderbaren Blick über den südlichen Gardasee und Sirmione.


Wohnmobilstellplatz „Lugana Marina“ in Sirmione


Strandansicht vor Wohnmobilstellplatz „Lugana Marina“ in Sirmione

Sirmione liegt am Südufer des Gardasees auf einer Halbinsel, die aus drei Hügeln besteht. Seine Geschichte reicht bis in die Steinzeit im 2. Jahrtausend v. Chr. zurück. Die Altstadt und das Hafenbecken von Sirmione werden überragt von der Scaligerburg aus dem 13. Jahrhundert. In den mittelalterlichen Gassen befinden sich heute sehr viele Geschäfte und Boutiquen.

Den Nachmittag verbringen wir vor unserem Wohnmobil und am Badestrand. Am Abend fahren wir mit den E-Bikes in die ca. 6 km entfernte Altstadt von Sirmione. Wir sehen uns ein wenig um und radeln am späten Abend zurück zum Wohnmobilstellplatz. Dort verbringen wir den restlichen Abend mit sehr netten Wohnmobilnachbarn aus Schweden und tauschen bis spät in die Nacht Reiseerfahrungen aus.


Scaligerburg in Sirmione


Zufahrt zum Hafenbecken in Sirmione


Teile der Stadtmauer von Sirmione

Tagesetappe 15:
Montag, 08.07.2013 von Sirmione nach Klausen (Kartenausschnitt)
Tageskilometer: insgesamt: 180 km
Übernachtung: auf Wohnmobilstellplatz: Camping Gamp, Griesbruck 10, I-39043 Klausen, GPS: N46°38'28"
Anzahl Übernachtungen: 1
Kosten: 14,00 €
Nebenkosten: keine
Gesamtkosten für eine Übernachtung: 14,00 €

Klausen: ein Künstlerstädtchen mit viel Charme und typischem südtiroler Kleinstadtflair

Am Morgen fahren wir mit den E-Bikes in den nächsten Supermarkt und ergänzen unsere Vorräte. Anschließen setzen wir unseren Rückweg fort und bleiben noch einen Tag auf dem Wohnmobilstellplatz Camping Gamp, Griesbruck 10, I-39043 Klausen. Diesen Stellplatz haben wir auf unseren Reisen bereits mehrmals besucht. Er verfügt über eine Ver- und Entsorgungsanlage und Stromversorgung. Die Nutzung der Campingplatzeinrichtungen ist nicht möglich, es sei denn, man bezahlt pro Person einen Aufpreis von 9,00 €. Vom Stellplatz in die historische Altstadt von Klausen sind es nur wenige Gehminuten.


Wohnmobilstellplatz Camping Gamp in Klausen

Klausen ist ein Künstlerstädtchen mit viel Charme und typischem südtiroler Kleinstadtflair. Es zählt zu den schönsten Altstädten Italiens. Oberhalb von Klausen liegt die geschichtsträchtige Klosteranlage Säben, auch die Akropolis Tirols genannt, die zu den ältesten Tiroler Wallfahrtsorten zählt. Von der Altstadt aus führt ein Weg zunächst zur Burg Branzoll und weiter auf den Säbener Burgberg.


Altstadtgasse in Klausen


Altstadtgasse in Klausen


Blick über den Stadtplatz von Klausen


Blick auf die Burg Branzoll und Kloster Säben


Altes Haus in Klausen


Historischer Aufgang zum Kloster Säben

Gufidaun die Partnergemeinde zu Schwarzenbruck in Mittelfranken

Auf 734 Höhenmeter liegt ist das malerische Dorf Gufidaun, das den Beinamen „Das Dorf auf den sieben Hügeln“ trägt und ein Ortsteil von Klausen ist. Zahlreiche schöne Wanderwege verbinden Gufidaun mit den umliegenden Dörfern und den Bergen und bieten unvergessliche Ausflugsmöglichkeiten rund um die Dolomiten. Gufidaun ist der Partnerort von Schwarzenbruck in Mittelfranken und uns bereits von einem Partnerschaftsausflug bekannt.


Gufidaun

Nach einem Gewitter am Abend laufen wir die wenigen Gehminuten in die Altstadt und gehen im Gasthof Gassl Bräu, in der Gerbergasse 18, sehr gut zum Essen. Der Gasthof ist für sein hervorragendes hausgemachtes Bier bekannt. Wir sitzen im Biergarten und genießen das gute Bier und das nette Ambiente.

Am nächsten Morgen wollen wir noch in Klausen einkaufen gehen, da wir am Abend vorher in den Schaufenstern der Geschäfte einige interessante Angebote gesehen haben. Wir fragen am Campingplatz nach, ob wir noch über Mittag bis zum frühen Nachmittag auf dem Stellplatz stehen bleiben dürfen und sind auch bereit, hierfür einen Teilbetrag zu entrichten. Leider wird unser Wunsch von der Campingplatzbesitzerin abgelehnt. Falls wir länger als 11.30 Uhr auf dem Platz bleiben wollen, müssen wir einen vollen Übernachtungspreis nachentrichten. Sehr enttäuscht über die mangelnde Kundenfreundlichkeit verlassen wir den Stellplatz und parken unser Wohnmobil außerhalb auf einem Parkplatz. Wir gehen noch in der Altstadt einkaufen und essen sehr gut im Torgglkeller Schmuckhof, Tinneweg 7, 39043 Klausen zu Mittag.

Auf den von uns auf dieser Reise besuchten Wohnmobilstellplätzen war ein verlängerter Aufenthalt gegen eine geringe Aufzahlung bisher kein Problem. Wäre der Wohnmobilstellplatz voll belegt gewesen, hätten wir die Entscheidung eventuell noch verstanden. Nachdem der Stellplatz jedoch fast leer ist, können wir nicht nachvollziehen, dass unser Wunsch abgelehnt wurde. Bisher haben wir bei fast allen Wohnmobilreisen über die Brennerautobahn den Stellplatz in Klausen besucht. Bei unseren zukünftigen Wohnmobilreisen nach Südtirol können wir auch in einer anderen Stadt in der Nähe übernachten und unsere Einkäufe tätigen. Brixen bietet z. B. neben einem kostenlosen Übernachtungsplatz auch sehr viele Einkaufsmöglichkeiten und ist nur wenige Kilometer von Klausen entfernt.

Tagesetappe 16:
Dienstag, 09.07.2013 von Klausen nach Rottenbuch (Kartenausschnitt)
Tageskilometer: insgesamt: 192 km
Übernachtung: auf Campingplatz: Am Richterbichl, Solder 1, D-82401 Rottenbuch.
Anzahl Übernachtungen: 1
Kosten: 20,00 €
Nebenkosten: Strom 1,80 €
Gesamtkosten für eine Übernachtung: 21,80 €

Rottenbuch mit der Klosterkirche im Rokokostil und seinem gemütlichen Vier-Sterne-Familiencampingplatz im Herzen des Pfaffenwinkels in den bayerischen Voralpen

Nach einigen Einkäufen fahren wir über die Brennerautobahn zurück nach Deutschland und übernachten auf dem Campingplatz Am Richterbichl, Solder 1, D-82401 Rottenbuch. Der kleine, gemütliche Vier-Sterne-Campingplatz an der Romantischen Straße liegt zwischen Schongau und Oberammergau in den Bayerischen Voralpen mitten im Herzen des Pfaffenwinkels. Der sehr gepflegte, terrassenförmig angelegte Campingplatz unter kompetenter und zuvorkommender Leitung verfügt über moderne Sanitäranlagen, Gastronomie sowie einen kleinen Badesee, einen großzügigen Kinderspielplatz, einen kleinen Streichelzoo und bietet in den Ferienmonaten auch interessante Veranstaltungen an. Eine besondere Attraktion ist der Pfaffenwinkler Milchweg, wo auf 10 Erlebnisstationen alles „Rund um die Milch“ erklärt wird. Außerdem liegt Rottenbuch am Jakobsweg, weshalb der Campingplatz eine kostengünstige Schlafstätte für Pilger bereithält. Für Familien mit Kindern bietet der Campingplatz viele Möglichkeiten und ist deshalb ein idealer Ferienplatz. Auch Wohnmobilfahrer sind hier gerne gesehen und der Platz ist auch für größere Wohnmobile gut geeignet.


Stellplatz im Campingplatz Am Richterbichl Rottenbuch


Blick zum Campingplatz Am Richterbichl Rottenbuch


Badesee im Campingplatz Am Richterbichl Rottenbuch

Das Ortsbild von Rottenbuch wird geprägt von den 900 Jahre alten imposanten Mauern des ehemaligen Augustinerchorherrenstiftes und der Stiftskirche, die ein Rokoko-Kleinod ist und nur 10 km entfernt von seiner berühmten Schwester, der Wieskirche, steht. Das Augustinerchorherrenstift entstand im 10. Jahrhundert aus einem Rodungsklösterlein über der Ammer. Bereits 1125 ist die romanische Klosterkirche fertiggestellt. Man sollte es auf keinen Fall versäumen, die mit der weithin bekannten Wieskirche durchaus vergleichbare Stiftskirche bzw. Klosterkirche in Rottenbuch zu besichtigen.


Stiftskirche in Rottenbuch


Innenansicht Stiftskirche in Rottenbuch


Orgelansicht Stiftskirche in Rottenbuch

Der jährlich im Hebst in Rottenbuch stattfindende größte Kaltblut-Fohlenmarkt, der erstmals bereits 1558 urkundlich erwähnt wurde, ist eine Schau ohnegleichen und zeigt die große Liebe der Bauern zu ihren Pferden.

Vom Campingplatz ca. 2 km entfernt befindet sich die 1928 gebaute und 75 m hohe Echelsbacher Brücke, die als Ehrenmal deutscher Technik bezeichnet wird und zum Wallfahrtsort der Brückenbauer wurde.


Stiftskirche in Rottenbuch


Rathaus in Rottenbuch

Tagesetappe 17:
Mittwoch, 10.07.2013 von Rottenbuch nach Bad Wörishofen (Kartenausschnitt)
Tageskilometer: insgesamt: 67 km
Übernachtung: auf Wohnmobilstellplatz: Therme Bad Wörishofen, Thermenallee 1, D-86825 Bad Wörishofen, GPS: N48°01'20" E10°35'24"
Anzahl Übernachtungen: 5 Kosten: 45,00 €
Nebenkosten: Kurtaxe 3, 45€
Gesamtkosten für fünf Übernachtungen: 48,45 €

Auf den Spuren von Pfarrer Sebastian Kneipp in Bad Wörishofen

Nach der Besichtigung der Stiftskirche fahren wir weiter nach Bad Wörishofen auf den Wohnmobilstellplatz Therme Bad Wörishofen, Thermenallee 1, D-86825 Bad Wörishofen. Der Wohnmobilstellplatz verfügt über eine Ver- und Entsorgungsstation und Stromversorgung. Während den Öffnungszeiten der Therme ist eine Nutzung der Toiletten der Therme möglich und es wird eine Ermäßigung auf alle 4-Stunden und Tagestarife der Therme in Höhe von 1,00 € gewährt.


Wohnmobilstellplatz an der Therme in Bad Wörishofen

Bad Wörishofen liegt in Mittelschwaben und wird bereits 1067 bereits erstmals urkundlich erwähnt. Bereits im Jahr 1889 begann der Kurbetrieb unter der Leitung von Pfarrer Sebastian Kneipp, wobei er seine Erkenntnis von der heilenden Kraft des Wassers verbreitete.

Am Nachmittag fahren wir mit den E-Bikes in die Innenstadt von Bad Wörishofen, schlendern durch den mit Blumen übersäten Kurpark und bummeln danach durch die Fußgängerzone. Den Abend verbringen wir bei milden Temperaturen vor unserem Wohnmobil.


Rosengarten im Kurpark Bad Wörishofen


Rosengarten im Kurpark Bad Wörishofen


Rosengarten im Kurpark Bad Wörishofen


Kurpark in Bad Wörishofen


Kräutergarten im Kurpark Bad Wörishofen


Kräutergarten nach Sebastian Kneipp in Bad Wörishofen


Fußgängerzone in Bad Wörshofen


Gaugewäudler Brunnen in Bad Wörishofen


Kurhaus in Bad Wörishofen

Hildegard fährt am Morgen des Donnerstags mit dem Zug nach Hause, um Urlaubstage für die nächste Reise einzusparen. Soeben habe ich Hildegard am Bahnhof verabschiedet. Sie fährt nun mit dem Zug nach Hause und Helmut ist nun alleine unterwegs. Helmut besucht in Bad Wörishofen den nächsten mehrtägigen Ausbildungsabschnitt zu seiner Ausbildung zum Taichi- und Qi Gong-Lehrer an der Sebastian-Kneipp-Akademie in Bad Wörishofen. Die Sebastian Kneipp-Akadmie ist ein überregionales Bildungszentrum des Kneipp-Bundes. Sie wurde 1977 gegründet und will Menschen berufsbegleitend für ihre Arbeit im Gesundheitsbereich qualifizieren. Sie bietet umfangreiche Aus- und Weiterbildungen in Kneipp-Gesundheitsbildung und Anwendung, Heilpflanzen, Ernährung, Haltung und Bewegung, Lebensordnung und Entspannung, Yoga, Qigong und Taichi.


Kneipp Bund Hotel im Kneipp-Zentrum in Bad Wörishofen


Sebastian Kneipp Akademie in Bad Wörishofen

Der Kurs beginnt erst am Freitagvormittag und deshalb hat Helmut noch Zeit, einige Besorgungen in Bad Wörishofen zu erledigen und nochmals im Kurpark spazieren zu gehen. Am Abend geht Helmut im Freibad von Bad Wörishofen schwimmen. Das Freibad liegt landschaftlich sehr schön am Waldrand und das Beckenwasser ist beheizt. Es sind kaum Besucher im Freibad und man kann deshalb ungestört seine Bahnen im Schwimmerbecken ziehen. Erfrischt und zufrieden fährt Helmut zurück zum Wohnmobil und verbringt den Abend im Wohnmobil. Von Freitag bis Montagmittag besucht Helmut den Ausbildungskurs zum Taichi- und Qi Gong-Lehrer.

Tagesetappe 18:
Montag, 15.07.2013 von Bad Wörishofen nach Rednitzhembach (Kartenausschnitt)
Tageskilometer: insgesamt: 185 km

Wegen den dauerhaft schlechten Straßen in Italien zeigt die Elektronik des Wohnmobils einen Fehler an und zwingt Helmut nach Beendigung des Ausbildungskurses am Montagnachmittag auf dem Nachhauseweg eine Fachwerkstatt in Gersthofen aufzusuchen. Der Werkstattmeister stellt bei der Überprüfung des Bremssystems keinen Fehler fest. Es ist lediglich ein Kabel gebrochen und so kann das Problem schnell behoben werden. Erleichtert setzt Helmut seine Heimfahrt fort und ist gegen Abend zu Hause.

Wir erleben eine abwechslungsreiche Wohnmobilreise mit vielen neuen Eindrücken, vielfältigen Erlebnissen, landschaftlich reizvollen Gebieten, interessanten alten Städten und Dörfern sowie netten Urlaubsbekanntschaften. Nach den kalten und regnerischen Monaten im Frühjahr und Frühsommer in Deutschland ist es eine Wohltat, den Sommer in Italien mit beständigem warmen Wetter zu genießen.

Anstrengend empfinden wir allerdings die Fahrt über die außerordentlich schlechten Straßen und Autobahnen südlich von Bologna und entlang der italienischen Riviera bis zum Monte Argentario. Es ist für uns deprimierend, dass ein europäisches Land wie Italien so wenig Geld zur Verfügung hat, um Autobahnen und Bundesstraßen einigermaßen schlaglochfrei und in einem akzeptablen Zustand zu erhalten. Im Gegensatz hierzu ist die Qualität der Straßen und Autobahnen in Südtirol vorbildlich.

Auch in Italien dürfen wir erleben, wie hilfsbereit und gastfreundlich die einheimischen Bewohner zu uns sind und auch bei Schwierigkeiten sofort weiterhelfen.

Wohnmobil-Logbuch      
Reise:       südlicher Gardasee,   Toskana und Maremma  
Etappe Datum   Wochentag von nach km
1   18.06.2013   Dienstag Rednitzhembach Aulendorf 265
2   19.06.2013   Mittwoch Aulendorf Mengen-Rulfingen 41
3   20.06.2013   Donnerstag Mengen-Rulfingen Überlingen 44
4   23.06.2013   Sonntag Überlingen Sankt Valentin 243
5   24.06.2013   Montag Sankt Valentin Garda 233
6   25.06.2013   Dienstag Garda Borghetto sul Mincio 56
7   27.06.2013   Donnerstag Borghetto sul Mincio Lucca 286
8   29.06.2013   Samstag Lucca Vada 79
9   02.07.2013   Dienstag Vada Riotorto 71
10   03.07.2013   Mittwoch Riotorto Talamone 90
11   04.07.2013   Donnerstag Talamone Albinia 10
12   05.07.2013   Freitag Albinia Monteriggioni 123
13   06.07.2013   Samstag Monteriggioni Carpi 202
14   07.07.2013   Sonntag Carpi Sirmione 105
15   08.07.2013   Montag Sirmione Klausen 180
16   09.07.2013   Dienstag Klausen Rottenbuch 192
17   10.07.2013   Mittwoch Rottenbuch Bad Wörishofen 67
18   15.07.2013   Montag Bad Wörishofen Rednitzhembach 185
               
    Fahrstrecke gesamt:     2472

Fahrtkostenzusammenstellung:
Fahrtkosten Diesel: 369,52 Liter
Gesamtkosten Diesel: 544,63 €
Gesamtfahrstrecke: 2.472 km
Durchschnittskosten je Liter: 1,47 €
Durchschnittsverbrauch je 100 km: 14,95 Liter

Übernachtungskostenzusammenstellung:
Anzahl Übernachtungen: 27
Gesamtkosten Übernachtungen: 430,60 €
Durchschnittskosten je Übernachtung: 15,95 €
Nebenkosten insgesamt: 148,30 €
Gesamtkosten: 578,90 €
Durchschnittskosten je Übernachtung: 21,44 €

Copyright © 2013
Helmut Dammer und Hildegard Löffler-Dammer, Rednitzhembach

Zusätzliche Informationen